Der Junge Fritz

Wer noch einen “Fritz“ bestellt, meint damit durchaus auch ein Gläschen “deutschen” Prosecco der Marke Fritz Müller: Ein gelungenes Beispiel dafür, wie aus einer Idee ein Konzept, und aus einem Konzept ein Wein wird, den man richtig gut trinken kann.

Denn um einen Wein als Marke authentisch aufzubauen und die kritischen und verwöhnten Konsumenten dafür zu gewinnen, braucht es etwas mehr, als nur ein schickes Etikett auf die Flaschen zu kleben. Das war auch Guido Walter von “Fritz Müller verperlt” klar, der den jährlich 80 Millionen importieren Flaschen Prosecco aus Italien einen echten “Teutonenwein” entgegensetzten wollte, aber einen mit Qualität – und mit Augenzwinkern. Ein durchaus gewagtes Unterfangen, „typisch Deutsches“ mit Spaß und unkomplizierter Genusskultur zu verbinden!

Allein schon die verwendete Rebsorte Müller-Thurgau: Die ist zwar ganz schön deutsch, hat aber schon eine Abwärts-Karriere als Pansch-Traube hingelegt. Und auch die Bezeichnung „Perlwein“ stand schon mal höher im Kurs. Dazu auch noch der Name “Fritz Müller” für einen Wein. „Deutscher ging’s nicht“, meint dazu „Fritz”-Papa Guido Walter mit einem Schmunzeln. Für das Etiketten-Design ließen sich Guido Walter und sein Partner, der Winzer Jürgen Hofmann von den goldenen 1920er Jahren inspirieren, der Hochblüte der Müller-Thurgau-Rebe. Heraus kam eine in sich schlüssige Gestaltung, klar und zeitgeistig, mit amüsanter Verneigung vor den „Goldenen Zwanzigern“ – spritzig, amüsant, voller Leichtigkeit und pulsierender Aufbruchstimmung. In Sachsen wird “Fritz Müller” wegen seines unverwechselbaren Etiketts bereits „Zebra-Prosecco“ genannt. Das zeigt, dass ein guter Wein durchaus als Marke ein dynamisches Eigenleben entwickeln kann.

Denn “Fritz” schmeckt allen, die einen ehrlichen, unkomplizierten Wein bevorzugen, daraus aber keine Doktorarbeit machen. Und schon gar nicht mit Kopfschmerzen aufwachen wollen, wenn der gute “Fritz” am Abend zuvor einmal etwas länger zu Besuch war. Walter & Sohn Weinhandlung www.walterundsohn.de

Text: Anette Hrubesch für DolceVita

One thought on “Der Junge Fritz

  1. 15. März 2012 at 22:38

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