Desenzano

Desenzano eine der coolsten Ecken am Gardasee. Am südlichsten Ende des Sees befindet sich der Ort der Coolsten, Lässigsten und Reichsten (oder die es sein wollen). An jeder Ecke der Fußgängerzone ist ein Lokal oder Café. Ein paar davon habe ich gefunden und aufgesucht. Inmitten der Stadt liegt eine mittelalterliche Burg und ein wunderschöner kleiner Hafen.
Schon seit der Römerzeit bekannt als Handelsplatz für Wein und Getreide.

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Aber zunächst fahren wir nach Manerba, ein kleiner Hafen mit einem Bootsverleih, von dort aus starten die 350 PS starke Motoryacht und unsere Fahrt zu verschiedenen Plätzen am See.
Einmal komplett quer über den Gardasee – auf der Seite von Bardolino und Garda liegt die bezaubernde Landschaft Bardolinos, mit der wunderschönen Bucht von San Vigilio: der werden wir ein paar coole, lässige Momente schenken. In der Bucht fährt man möglichst mit dem größten Boot das man hat ein. Auch das Essen in der Bucht ist wohl mit einem kleinen Geldbeutel nicht machbar. Man läßt sich hier die Exklusivität schon bezahlen. Eine Flasche Champagner, Fragole und ein paar kleine Lachshäppchen, nichts unter 20 Euro, so ist es halt. Was wir jetzt aber alle brauchen würden, ein wirklich gutes Mittagessen, das gibt es hier nicht. Außer Häppchen und Champagner, schicken Mäuschen und coolen Typen gibt es hier nur noch die gleichnamige Kirche aus dem 5. Jh., die aber nicht wirklich in den Vordergrund tritt. Es ist eben eine Sirenenbucht, und die hat auch ihre Sirenenwirkung!

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Ablegen, 100m nach dem Hafen, Vollgas nach Bardolino, Eis essen. Mit einer Rundfahrt über Lazise, Salo, Sirmione und San Felice beenden wir unseren Ausflug. Noch ein kleiner Nachmittagsschlaf in der Bucht von San Felice, der im Privatbesitz liegenden Insel (dort ist der Rest der verarmten Bootsbesitzer des Gardasees vereint), dann beeilen wir uns schon das Boot abzugeben und nach Desenzano zum Abendessen zu fahren.

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Stylisch geht es hier zu. Ein Lokal inmitten der Fußgängerzone, die Leute in lässiger sommerlicher Abendbekleidung, gehen an einem Saxophonisten vorbei, der coole jazzige Töne von sich läßt, nicht unbedingt erkennbar was er spielt, aber es ist schräg und passt in die Gassen von Desenzano. Wir bestellen uns einen Lugana S. Onorata, deren Rebsorte “Trebbiano di Lugana” ist. Der Lugana gehört zu einem der Besten in seiner Art. Strohgelb in der Farbe, er duftet nach Blüten und Mandeln, hat eine herrliche Frische und eine delikate Frucht.

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Ich starte mit Tintenfischcarpaccio mit Parmesan, ein paar am Tisch wollen ein Steak essen. Das einzige Problem, es gibt das Steak …ab 1kg..!? sowas hab ich noch nie gehört… na gut, da wir aber den ganzen Tag nur Häppchen und Champagner hatten, bestellen sich zwei von uns dieses Wahnsinnsteil. Versteht sich von selbst, dass danach ein doppelter Espresso und ein riesen Averna.

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Danach besuchen wir noch eine coole Bar und der Abend hat seinen Abschluß gefunden. Rund um schön, einfach klasse.

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One thought on “Desenzano

  1. TOM!
    5. September 2006 at 22:38

    Liebe Freunde,

    glücklicherweise hat Euch Eure Entdeckungsreise in das Otium geführt. Nicht dass die anderen Restaurants minder gut wären, aber das Otium ist eine Klasse für sich. Mit dem Tintenfischcarpaccio habt Ihr Euch auch einen wirklichen Gefallen getan, vom Fiorentiner (T-Bone) ganz zu schweigen. Für ein nächstes Mal empfehle ich ganz besonders das Fileto di Manzo vom Grill mit roten (eingelegten) Zwiebel – stets perfekt – und einen Insalata Mista. Vorweg könntet Ihr das Carpaccio auch mal gegen gegrilltes und mit Parmesan überbackenes Gemüse tauschen oder Euch die Linguine con Polipo et Gambaretti schmecken lassen. Zwar ist der Lugana S. Onorata weltklasse, doch haben sie im Otium auch einen hervorrangenden Montepulciano Rosé! Wirklich eine köstliche Alternative.

    An dieser Stelle, wenn auch hier wenig passend, eine interessante Seite mit einer tollen Aufmachung.

    BG, TOM!

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