Die Heidelbeere

Schon der wohl klingende Name dieser kleinen blauen Frucht bringt uns in beerige Laune. Wir kennen die kleinen Kraftkugeln aus Spaziergängen durch Bergen und Wälder, einmal am Strauch genascht und schon hinterlassen sie ihre  blaue Farbe auf unseren Lippen und Zähnen. Die blaue Farbe verdankt die samtige Beere dem Stoff Anthocyan, der neben seiner färbenden auch hervorragende antioxidative Wirkung besitzt.

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Die durch und durch blaue Frucht gibt es frisch eher beim Feinkosthändler, die gezüchtete Kulturheidelbeere finden wir jedoch auch in fast jedem Supermarkt. Die Kulturheidelbeere ist etwas größer, hat ein bisschen an Geschmack eingebüßt, verrät ihren Genuss allerdings nicht durch einen blau verfärbten Mund, da sich bei ihr der Farbstoff nur noch in der Schale befindet, nicht mehr im Fruchtfleisch.

Die Heidelbeeren sind wahre Kraftpakete an Vitaminen, Spurenelementen und Antioxidanzien, getrocknet haben sich die Beeren in der Pflanzenheilkunde als bewährtes Mittel gegen Magen-Darm-Erkrankungen erwiesen.
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In der Küche verwandeln sich die Beeren zu echten Genussperlen.
Frische Beeren im Frühstücksmüsli, im Obstsalat, zum Eis, im Milchshake sind sie nicht nur äußerst wohlschmeckend, sondern auch ein toller farblicher Hingucker.
Die Beeren auf oder im Kuchen geben eine einzigartige fruchtige Note. Mit Zimt und ein paar Anissternen zu Kompott gekocht, sind sie eine interessante Beilage zu Pfannkuchen oder Mehlspeisen. Die Heidelbeermarmelade ist eine tolle Alternative, wenn sie im Herbst zum Wildbraten mal nicht wie üblich Preiselbeeren servieren möchten.

Waren Sie schon mal im Sommer in Tirol und haben dort „Moosbeerenocken“ gegessen?  Allein der Gedanke an diesen kleinen, reichlich mit Heidelbeeren gefüllten und mit Puderzucker bestäubten Pfannkuchen lässt das Genießerherz höher schlagen. Und fragen sie mal ihre Kinder – die werden diese herrliche Mehlspeise in den regelmäßigen Speiseplan zuhause einführen wollen.

Jetzt im Juli und August hat die Heidelbeere ihre Saison. Um sie eigenhändig zu sammeln, müssen wir nicht gleich in den Wald fahren, es reicht die Fahrt zur nächsten Heidelbeerplantage. Dort kann man entspannt, ohne sich tief bücken zu müssen, frische Beeren sammeln und sich dabei Gedanken über die vielfältige Zubereitung der samtenen blauten Frucht machen.

Nächste Woche: Die Tomate

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