Emiko im Hotel Louis in München

Hotel Louis in München
Am Viktualienmarkt 6
80331 München
Tel.: +49 / 89 / 411 190 8-0
www.louis-hotel.com

Neues, exklusiv angekündigtes japanisches Highlight in München ist das EMIKO. Im neu eröffneten Louis Hotel am Viktualienmarkt soll hier die traditionelle japanische Esskultur sein. Diverse Berichte über das feine, ausgezeichnete Wagyu-Rind oder Sashimi locken uns an. Der Chefkoch Laszlo Farkas, der unter Executive Chef Tajima Atsushi hier die traditionelle japanische Esskultur mit moderner und internationaler Küche verbindet, wird uns heute vielleicht überraschen.

Der Empfang ist sehr freundlich, an der Rezeption des Hotels werden uns die Mäntel abgenommen und wir werden von einer charmanten jungen Dame an unseren Platz gebracht. Kaum sitzen wir, wird uns das neuartige Prizip zu essen nahe gebracht. Bei dem so genannten Sharing Prinzip werden die Speisen in die Mitte des Tisches gestellt und jeder kann von jedem probieren (kommt mir ein bisschen japanisch vor, ob das in Japan so ist?). Es wird uns auch empfohlen, dass es um so spannender ist, wenn jeder am Tisch mindestens 2-3 Vorspeisen bestellt. Ja, wenn man die Preise hinter den Vorspeisen nicht anschaut, geht das ja.

Da wir 4 Personen sind bestellen wir jeweils zwei verschiedene Teller und sind so mit dem ersten Teil der Karte durch. Lachs Carpaccio “Label Rouge” mit Miso-Spinat Aromen, Dorade Royal mit Yuzu-ume Sauce und Fischchips, Tatar vom Thunfisch mit Topiko und Yuzo Dressing. Die großen Teller und der kleine Tisch – der noch dazu wackelt und wir den Service auffordern müssen dies zu stoppen – ist im Sharing Style überfüllt. Ebenso blieb uns überlassen wie wir mit Stäbchen das Tatar in 4 Teile bringen und quer über den Tisch bringen ohne die Hälfte zu verlieren. Die Qualität des Fisches war ausgezeichnet, die Yusu-ume Sauce auf der Dorade war leider einwenig zu intensiv, so dass der Eigengeschmack der Dorade leider unterging.

Zweite Runde, Tatar vom Wagyu-Beef “Emiko-Style” auf Lotus-Chips, Sashimi vom Wagyu-Beef “Natur” mit zweierlei Dips und Himalaya Salz (ist das Himalaya Gebirge auch in Japan?).

Ich liebe den Geschmack einer guten Mango, leider war die viel zu hart und nicht das was ich mir unter einer fruchtigen Mango vorstelle. Die beiden Dips für das zarte Wagyu-Beef waren uns zu stark und es wäre besser gewesen wir hätten es nicht genommen. Hier hätte eine ganz zarte Zitronen Sauce besser geschmeckt.

Bigore-Schweinebauch-Würfel mariniert mit Sake-Soja-Dressing, Crispy Calamari mit Limetten, Chili, Meersalz und Heilbutt “Dengaku” mit Saikyo-Miso. Die drei warmen Gerichte kamen dann nach einer kleinen Wartezeit und stellten uns erneut auf die Probe wie wir den Fisch teilen. Wir haben ihn dann mit den Stäbchen zersägt. So jetzt wären unsere Bestellungen soweit durch und wir müssten eigentlich soweit gesättigt sein. Nun ja, was soll ich sagen, wir haben uns dann nach diesen 3 üppigen Hauptspeisen noch eine Runde Nigiri Sushi und Maki bestellt. Hier kommen wir wieder sehr ins thailändische, chinesische oder doch europäisch internationale, ich weiß es nicht.

Marinierte Makrele 2x, Thunfisch 2x und die Battera – Japanisches Picknick-Gericht, Makrele in Reisessig mariniert dazu die selben Saucen wie beim ersten Dreier. Zum Abschluss dann noch ein Donald Russel Etrecote. (Das besondere Black Angus Fleisch des schottische Unternehmens reift traditionell 21 Tage am Knochen) so steht es in der Karte. Schottisches Fleisch? Was ist daran japanisch, ich würde eher sagen, das dies wieder mal typisch münchnerisch ist.

Am Ende haben wir dann noch einen Sake, in echten Bleikristallgläsern aus Omas Schrank und ein Espresso aus Italien, getrunken und hatten dann eine Rechnung von über 440,- Euro (für vier Personen) zum Wohle oder Tamagotchi. Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass die Qualität sehr gut war, aber die Saucen nicht wirklich aufeinander und zum zarten Fisch abgestimmt waren. Wenn man das EMIKO nun mit Sterneküche vergleicht und für 100,- pro Person ein 5 Gänge Menü mit kleinen Grüßen aus der Küche genießt, dann würde ich zum Letzteren greifen. Wer sich noch sehr gut mit japanischer Küche auskennt ist www.japanigermany.posterous.com. Wir werden uns weiter umhören! TN.

2 thoughts on “Emiko im Hotel Louis in München

  1. 26. Januar 2010 at 22:38

    Hallo Thomas,
    kann man sich die kleine Weltreise in der “Economyklasse” (wenn ich deinen Bericht richtig lese) sparen ?

    MfG
    Hans

  2. 26. Januar 2010 at 22:38

    Hallo Hans,

    wenn du es genau wissen willst, dann gehe ich mit dir lieber woanders hin, weil hier war ich ja schon.
    Gruß TN

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