Emilia Romagna

Schon lange ist sie her, die deutsche Hochzeit hier in Rimini und Umgebung, die meisten verreisen nun mit Billigflügen in südlichere Regionen mit Ziel “all inclusive” . Um so schöner ist es wieder, mehr und mehr das Italien kennen zu lernen, wie es ist. Lebensfreudige Italiener, die ihren Tagesablauf ganz nach dem Wetter richten (isse zu kalt heute) oder geschäftsfreudige Marktverkäufern (issse alles original) bis hin zu den Älteren, die ihren Ruhestand schon erreicht haben und diesen auch genießen.

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Die Farben der Umgebung sind leicht einzuteilen. Ein rubinroter Sangiovese ist der typische Wein des romagnolischen Landes, dazu Muscheln, das Azurblau des Adriafisches in Folie, das Gold des gemahlenen Weizens -ein unverzichtbarer Bestandteil der hausgemachten Tortellini und das Schwarz der Schokolade für die Tiramisu.

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Überall kann man die Farben finden, auf dem Markt, am Strand, im Essen und im Herzen der Romagnolen. Überall kommt aber auch die neue italienische Generation zum Vorschein, in Osterien, schicken Restaurants und hippen neuen Bars und jetzt auch noch im Virtuellen des Internets. Ein Generationenwechsel macht sich bemerkbar. Zwischen den alten bunten überfüllten Blumentöpfen und verschnörkelten kitschigen Porzellanfigürchen erscheinen coole Elemente wie Glas und Stahl. Ebenso kommt bei den jüngeren Leuten auch ein moderner Hippie-Touch (68er) zum Vorschein (“In sein-Hippie sein”).

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Hier in der Emilia Romagna herrscht die schlichte Küche maritimer und bäuerlicher Herkunft, bei der jedoch die Phantasie bei der Zubereitung nicht fehlt. Es geht von den leckeren Vorspeisen, wie Fleischbällchen oder den knallgelben Omlettes bis zu den Fisch und Fleisch Speisen, nach der großen Vielfalt von ersten Gängen gelangen wir dann zu den Teigwaren, die meist von Hand der Arzdora (der Hausfrau) angefertigt werden: Tagliatelle, Cappelletti, Ravioli und Strozzapreti, die mit Fleischragout oder Venusmuscheln gereicht werden. Bei den Hauptgerichten reicht die Palette vom gegrillten Fleisch mit gratinierten Gemüsen und hervorragend gesunden Zuccinifritten bis zu gegrilltem Fisch, den Spießen und Frittüren. All dies gewürzt mit Extravergine Olivenöl aus der Region (das wegen des Säuregehaltes und der organoleptischen Eigenschaften zu den kostbarsten Italiens gehört) und ‘begossen’ mit Sangiovese, einem rubinfarbenen Roten, oder dem weißen Trebbiano, typischen Weinen des rimineser Hügelgebietes.

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Ein tolles Hotel ist das 4 Sterne Hotel Miramare (Bellaria) ( www.hotelmiramare1913.it ). Man kann entspannen und arbeiten zugleich. Mit W-Lan im Empfangsbereich, einem schönen gepflegten Pool und einer hervorragenden Küche könnte man schon länger bleiben. Bei Vollpensionspreisen von 57,- Euro bis 85,– Euro zur Hauptsaison kann man sich am Abend auf jeden Fall noch eine gute Flasche Rotwein gönnen.
Vielen Dank für die tolle Bewirtung und für die Entspannung. TN

2 thoughts on “Emilia Romagna

  1. 18. Juni 2006 at 22:38

    Danke, dass du uns virtuell auf deine Genussreise mitgenommen hast. Sehr schön, und man kann ein paar Kalorien sparen. ;-)

    Früher war ich öfters in Rimini, und habe es immer genossen. Es ist gar nicht so schlimm wie sein Ruf. Die Altstadt und das Hinterland sind wunderschön.

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