Essen mit RESTPEKT!

Zeiten wie diese forden viel.

Im Leben gibt es immer einmal Störungen, sei es eine berufliche Veränderung, ein Wohnungsumzug, eine Trennung oder ein Unfall. Aber auch positive Verändrungen wie Hochzeiten, Kindergeburten oder Glücksgewinne ein neues Auto, Fahrrad oder eine Gehaltserhöhung. Welche Zeit auch immer ist, es wird den Verlauf unseres Handelns verändern. Bei den meisten steht die Familie an erster Stelle, vergessen wir aber nicht die Gesundheit und unsere Work-Life-Balace. Im Moment sind es viele Faktoren die uns zum veränderten Handeln drängen, aber müssen wir denn alles genauso weiter machen wie wir es bisher gemacht haben. Uns stört im Moment die Tatsache, dass unsere eingefahrenen Wege von Vorgaben verändert werden. Es stößt uns auf wenn uns jemand Vorschriften macht, es verändert unser Tun. Keiner mochte in der Schule den Klassenbuchschreiber, man musste sich immer gut mit ihm stellen und trotzdem hat er die Fehlzeiten eingetragen. Gastronomen werden unter Druck gestellt und zum Klassenbuchschreiber oder Aufpasser gemacht, ob sie wollen oder nicht. Vom Gastgeber zum Aufpasser und Kontrolleur.
Der Gast, der die Richtlinien nicht einhält, bzw. die vorgegebenen Hinweise nicht beachtet, wird zum Hebel der Justiz.

Gehen wir einfach mal Essen.
Wie lächerlich einfach ist es wenn man sich vor dem Eingang ins Lokal die Hände desinfiziert und dann mit Maske an den Platz gebracht wird. Im Service laufen sie schon den ganzen Tag mit Maske im Gesicht herum. In der Küche wird bei 40 Grad mit Handschuhen am heißen Topf gekocht und er Gastgeber hat seit 6:00 Uhr schon diverse Einkäufe gemacht, entgegenommen genommen, Speisekarten Preise überprüft, Toiletten geprüft, Tische und Plätze gesäubert. Um es festzuhalten für die Arbeit sind noch keine Einnahmen vorhanden. Nun kommen vier Gäste, sie werden an den reservierten Platz gebracht, ihnen wird die Karte gereicht und sie dürfen ohne Maske auswählen. Am Nebentisch kommen Freunde, durch eine unangenehme Folie getrennt. Weitere Schritte kennen wir, Essen und Trinken bestellen, kurz warten usw. nach ca. einer Stunde sind alle satt, Umsatz ca. 120,- Euro inkl. Mwst. die Gäste kommen ins Gespräch der am Nebentisch setzt sich schnell rüber an den anderen Tisch, der Service teilt ihm freundlich mit er darf dies nicht und die Stimmung ist dahin.

Jetzt wird es spannend, Der Gast ist sauer, gibt kein oder wenig Trinkgeld, nimmt seine Maske ab und geht demonstrativ durch den Gastraum. Der am Nebentisch hat es gesehen und den Betrieb angeklagt, wegen ungenügender Aufsichtspflicht. Der Betrieb bekommt eine Strafe, vielleicht auch ein Hinweis auf Schließung, sollte dies noch einmal geschehen. Das ganze wegen 120,- Euro?

Na, jetzt sagt der ein oder andere ist alles lächerlich. Aber denkt doch alle mal an die Familien der Köche, Service, Reinigungspersonal, Gastgeber und Zulieferanten. Die Kredite, Mieten müssen weiter laufen auch wenn das Restaurant geschlossen hat.

Und alles nur wegen eines minimalen nichteinhaltens einer lächerlichen Maske!
(in solchen Fällen ist es ebenso unrelevant wie sinnvoll eine Maske wirklich ist, sinnlos ist es dadurch einen laufenden Betrieb zu gefärden).

Danke