FONDA – die wahrscheinlich teuersten Barsche der Welt

Der Ausflug zu FONDA in der Bucht von Piran, Istrien, war mein erster Besuch einer Fischfarm und es wurde mir sehr schnell klar, dass ich es hätte besser nicht erwischen können. Die Familie Fonda ist seit vielen Generationen dem Meer sehr verbunden, auch Ugo Fonda, Vater von Irena und Lean, war seit Kindheit an begeistert von der Unterwasserwelt, vor allem von den Fischen. Als international anerkannter Experte in Sachen Meeresbiologie und professioneller Taucher für extreme Bedingungen hatte er sich ein immenses Wissen angeeignet und an seine Kindern sowohl dieses als auch die Liebe zum Meer und den behutsamen Umgang mit all seinen Bewohnern weitergegeben. Auch sie wurden Biologen und führen heute mit viel Intelligenz, Erfahrung, Begeisterung und Bedacht die Barsch-Farm FONDA.

“Wir beschlossen, den besten Farm-Fisch der Welt zu züchten.” 

Während unserer Bootsfahrt erklärte uns die attraktive Irena Fonda sehr charmant, dass es Ihnen am allerwichtigsten ist, gesunde Lebensmittel zu produzieren. Und das in Harmonie mit der Natur. Außerdem wäre es schön, wenn die Menschen wieder bewusster mit ihrer Nahrung umgehen, denn das ist in letzter Zeit immer mehr außer Acht gelassen worden und macht uns letztendlich auch krank. Während man beim Wein immer ganz genau nachlesen kann und auch wissen wollen, woher er ist, welcher Jahrgang usw., ist bei den meisten leider Barsch gleich Barsch. Und dieses Schicksal teilen sich dieser mit vielen weiteren Lebensmitteln. Wissen und wollen tun wir das ja irgendwie alle, aber Familie Fonda macht´s.

Das beginnt damit, dass die Fischkäfige frei im Meer schweben, so haben die Wolfsbarsche immer frisches Wasser und die charakterisitische Bewegung des Meeres. Gefüttert werden sie per Hand, und zwar nur mit dem teuersten und hochwertigsten Futter, das auf dem Markt ist, ausschließlich aus Pflanzen und Meerestieren. Sie wachsen sie langsam und unter möglichst natürlichen Bedingungen heran, ohne Schadstoffe mit der Nahrung aufzunehmen. So kann der Quecksilbergehalt im Fleisch bis zu 15 Mal niedriger gehalten werden, als bei wild lebenden Barschen.

Der hochwertigste Fisch nützt natürlich nichts, wenn er nicht frisch ist. Ein frischer Fisch riecht gut, hat klare Augen – leider schummeln hier viele mit Augentropfen – und biegt sich in der Waagrechten kaum durch, wie uns Irina Fonda am Boot gleich zeigte. Der in den Restaurants als “frisch” angepriesener ist im Durchschnitt zwischen 2 und 14 Tagen alt, er hat die meisten seiner gesunden Inhaltsstoffe schon verloren. Die ideale Lage der Bucht von Piran und ein ausgeklügeltes Transportsystem ermöglicht es FONDA, die Fische innerhalb von nur wenigen Stunden nach ganz Slowenien, in den südlicher Teil von Österreich und den nordwestlichen Teil von Italien zu liefern.

Die ältesten Wolfsbarsche in der Bucht von Piran –  und Irenas ganzer Stolz – sind 8 Jahre alt, eine echte Rarität und mit bis zu 75 Euro/Kilo die wahrscheinlich teuersten Seebarsch der Welt. Ein Aufpasser in einem schwimmenden Wohnwagen wacht nachts über diesen Schatz. FONDA ist ein schönes Beispiel dafür, dass das gute alte Qualität-statt-Quantität-Prinzip aktueller ist denn je und sich auch auszahlt.

Nicht nur bei ihren Fischen achtet Familie Fonda darauf, das alles nur vom Feinsten ist: Die besten Fotografen und Designer Sloweniens haben ihnen zu einem (Internet-) Erscheinungsbild verholfen, der die FONDA-Philosophie mit klugem Humor widerspiegelt. Perfektion und Tradition auf sehr sympatische Weise zu verbinden – das ist eben die Stärke der Fondas. Auf www.fonda.si  erfährt man übrigens auch, in welchen Restaurants und Hotels man in den Genuss eines solchen Barschs kommen kann – wir durften ihn als rohe Häppchen schon während des Ausflugs probieren und Abends wurde er uns im mondänen Kempinski Palace Portorož serviert – und welche Produkte es mittlerweile noch zu kaufen gibt. Ratet mal…

 

 

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