Gardasee Tour und weiter…

Die Fahrt an den Gardasee war dieses mal etwas nervig. In Österreich müssen Sie zur Urlaubszeit Baustellen aufbauen und sperren gleich mal eine Spur um die Geschwindigkeit der Reisenden von regulären 130 auf 80 herunterzusetzen. Das schöne dabei ist für diese Straßen müssen wir dann auch noch Gebühren oder Maut zahlen. In Sterzing an der Mautstelle werden dann die Urlauber noch kontrolliert ob sie das Bickerl auch an der richtigen Stelle angebracht haben. (Der Klebstoff der Vignette ist so stark das man die Scheibe wechseln muß wenn man es nicht mehr sehen möchte). Das österreichische Wegelagerrecht greift! (sollten wir deutschen bei uns für Österreicher einführen). Nach 5 Std. sind wir endlich am Gardasee, früher haben wir es mit schlechter motorisierten Autos in 3 bis 3,5 Std. geschafft! (Ist dann wohl die Altersgemütlichkeit).

BAIA DEI PINI / TORRI DEL BENACO

Unser erster Halt ist seit Jahren das Hotel Baia dei Pini in Torri del Benaco. Torri del Benaco ist ein kleiner malerischer Ort am Ostufer in einer herrlichen Landschaft am Ausläufer des Monte Baldo. Früher war der Ort von einer Stadtmauer mit Türmen umgeben, von denen noch ein paar Teile zu besichtigen sind. Es gibt noch ein mittelalterliches Schloss mit Fischerei und Ölmuseum, in dem einst König Berengarius lebte. Entlang am kleinen römischen Hafen vorbei Richtung des ehemaligen gardesanischen Ratsherrenhaus kommen wir am Ende des Strandes zu unserem Hotel. Eigentlich fahren wir zu Stefano, dem Hotelier des Vertrauens. Natürlich kann das jetzt überall sein, denn am Gardasee heißt jeder 2te Stefano, das ist so wie auf Skihütten wo jeder Sepp oder Leo heißt.

Nein, wir sind nun bei dem Stefano der vor ca. 10 Jahren das Hotel von seinem Vater übernommen hat und aus dem typisch, italienisch, verblümten mit Schleifchen versehenen und alten Holzböden ausgestatteten Räumen ein gestiltes puristisches Designhotel gemacht hat.

Ein Pool mit lounge Ecken weißer Marmorsteinen, Glaselementen an der Dusche und einer Bar mit Blick auf den Gardasee. Eine Perle, oder man könnte auch sagen eine Goldgrube. Neue Privaträume strahlen Wohndesign aus und machen Lust auf einen längeren Aufenthalt.

Eine Begrüßungs Aperol auf Eis nehmen wir noch mit, aber wegen der langen Fahrzeit gibt es kein Mittagessen mehr und wir müssen weiter Richtung Sirmione auf das Weingut Selva Capuzza.

SELVA CAPUZZA / BEI SIRMIONE

Von diesem Weingut kommt der gute Herundo Lugano Spumante, den wir im Frischeparadies in München beziehen können.

Das Weingut zu finden ist ein bischen schwer, wenn man sich dann auch noch an die Karte hält die im eigenen Weblink ist, muss man pfadfinderische Erfahrungen haben. Eines jedoch ist sehr wichtig, nähmlich der Turm (San Martino della Battaglia) ist immer zu sehen und wenn man sich bei der Suche immer wieder an ihm orientiert kommt man auch gut an. Selva Capuzza ist in mehrere Häuser aufgeteilt, das eine ist der Restaurantbereich ein klein wenig entfernt ist dann der Wohnbereich (Agriturismo). Wir melden uns in der Cantina an und fahren dann zu unseren Zimmern.

Eigentlich dürfte ich darüber gar nicht schreiben, denn möglicherweise bekomme ich dann keine Zimmer mehr. Das DZ mit Zusatzbett kostet 85,- Euro. Getränke ab jetzt sind im Preis inbegriffen. Nach einer kleinen Einstimmungsflasche fahren wir zurück zur Cantina.

Hier können Sie A la Carte essen oder ein Menü für 35,- Euro pro Person und inkl. allen Getränken wählen. Wir haben uns für das Menü enschieden.

Frische Oliven, Schinken, Gmüse und Coppa, Getränkebegleitung natürlich der Lugana vom Hause.

Zwei verschiedene Pasta Sorten einmal mit Tomaten einmal mit Fleischfüllung dazu Rotwein. Als Hauptgang dann gegrilltes Schweinefleisch, Rippchen, Hühnchen, und Hase.

Dann noch Süßes, Grappa und Espresso und weil es so schön war gab es noch eine Rotweinflasche im Garten. Man kann es kaum glauben, für diesen Menüpreis und mit der Qualität? Das wenn es in München für diesen Preis gäbe.

PRATELLO / CANTINA UND AGRITURISMO

Das Agriturismo Pratello befindet sich im gleichnamigen Ort Pratello bei Padenghe sul Garda, nur wenige Kilometer von dem bekannten Urlaubsort Desenzano entfernt. Es ist schwer zu finden, aber mit Navigation geht es schon und das ist es schon wert zu suchen. Endlich angekommen ist natürlich jeder Sitzplatz besetzt. Wenn man aber freundlich wartet und auf Italienisch vielleicht noch nach einen Sitzplatz frägt, geht alles schnell. Der Besitzer sagt zu uns wir sollen unseren Tisch selber raustragen, er trägt die Stühle und ruck zuck haben wir unter einem Limonenbäumchen ein Platz für drei.

Mit dem Essen bestellen läuft es hier so ab, man geht in die Küche bestellt, zahlt und bekommt dann das Essen an den Tisch gebracht. Getränke nimmt man selber mit raus. Das ist so ähnlich wie bei uns im Biergarten. Das Essen dort ist einfach aber sehr gute Qualität, viel gegrillt und natürlich vorweg Pasta. Alles in allem pro Person mit Getränken ca. 25,- Euro.

HOTEL LAURIN / SALO

Wer nun DolceVita möchte kann sich ins Hotel Laurin zurück ziehen. Die prachtvolle Jugendstilvilla ist umgeben von einem wunderschönen Garten, sie ist nicht direkt am See, doch die Zimmer und die Terrasse bieten einen schönen Blick.

Die Übernachtungspreise fangen bei einem DZ mit 155,- Euro an und das “La Dolce Vita” DZ kostet  300,- Euro. Wer sich die Übernachtung nicht leisten kann, der sollte dort auf jeden Fall einmal ins Restaurant gehen und in dem schönen Jugendstilsaal essen.

Die damalige ”Villa Isabella” wurde um 1900 von der Familie Simonini gebaut und bewohnt in der Zeit der Republik von Salò war die Villa Sitz des Außenministeriums und wurde später in den 60er Jahren von der Familie Rossi gekauft und in das heutige Romantik Hotel Laurin umgestaltet. Seine eleganten und in allen Einzelheiten gepflegten architektonischen Formen, ist das Hotel ein Vorbild der Jugendstil Epoche in Italien. Fresken von Bertolotti und Landi, schmiedeiserne Geländer, Möbel mit eingeflochtenen Mustern sind Kunstwerke, die man  bei einem schönen Dinner bewundern kann.

TN

One thought on “Gardasee Tour und weiter…

  1. blueline
    13. Juni 2009 at 22:38

    sehr schön, sehr schön, aber wer treibt sich den da rum und macht mir lange zähne.
    mfg hans

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