Garden-Restaurant im Bayerischen Hof, München

Hotel Bayerischer Hof
Promenadeplatz 2-6
80333 München
Tel +49 89.21 20-0
www.bayerischerhof.de 

Gastronomisch wird im Bayerischen  Hof einiges geboten: von Asia-Mix im Trader Vic’s, regionalen Spezialitäten im Palais Keller, der Blue Spa Bar & Lounge über den Dächern Münchens (schon von Dinnerscout besucht) bis hin zum Spitzenrestaurant, dem Garden-Restaurant, gibt’s für jeden Geschmack und Stil das passende Pendant. Der im Hotel verweilende Gast braucht so die Räumlichkeiten des Bayerischen Hof für mehrere Tage gar nicht zu verlassen. Als Einheimischer traut man sich recht selten in die Räumlichkeiten der ansässigen Spitzenhotels, doch das ist ein Fehler, hier warten kulinarische Highlights auch auf Sie.

Das Garden-Restaurant gehört zu der klassisch, eleganten Gattung. Pastellgrün gehaltente Holzvertäfelungen sowie der kleine Innenhof vermitteln gleich ein wohliges Gefühl.

 

Mit 16 Gault-Millau Punkten hat Steffen Mezger sich bereits einen Spitzenplatz in der Münchner Gastro-Szene erkocht, “sein mediterraner Stil zeigt sich in seiner Einrichtung, aber auch auf der Karte: Hier werden Ihnen leichte, südländisch inspirierte Speisen gereicht” – so stehts im Internetauftritt des Restaurants – das können wir nur unterstreichen.

Auf dem Programm stand das 4-gängige Garden Menü, das durch ein Amuse Bouche (oder Amuse Gueule, dem Gruss aus der Küche) sowie einem Zwischendessert auf 6-Gänge erweitert wurde. Für EUR 58,- ein wirklich angemessener Preis. Der Gruß bestand aus einer herzhaften hautseitig knusprig gebratenen Makrele auf Zwiebelconfit.

Der erste offizielle Gang war eine “Gebeizte Alaskaforelle mit Schalottencreme und Linsenvinaigrette”:

Weiter ging es mit “Gebratener Rotbarbe und Schweinebauch mit Kerbelwurzel und Orange”. Das klang anfänglich verwunderlich, passte aber dennoch geschmacklich gut zusammen – der magere geräucherte Schweinebauch harmonisierte gut zum kräftigen Fisch.

 

Als Hauptgang gab’s einen rosazarten Hirschrücken mit marinierten Rotkohl, Steinchampignons und raffiniertem Kartoffelbaumkuchen, auf dem noch in kleinsten Scheiben die Pilze lagen. Ein Kunstwerk!

Der süsse Zwischengang war ein kleines Sherry-Glas gefüllt mit Schoko-Mousse darauf kleine Birnenwürfel; eine Kombination, die beim ein oder anderen Kindheitserinnerungen weckt.

Beim Dessert hatten wir neben dem zum Menü gehörenden Tonkabohnenmousse mit Granatapfelsorbet ein “Karamelparfait im Schokoladennetz mit Galliano-Espuma und Amarenakirschen”. Der Schokogitterzylinder optisch und geschmacklich spitze!

Zu empfehlen ist auch die zum Menü angebotene Weinbegleitung – frischer Grüner Veltliner aus dem Kamptal, ein Sauvignon Blanc aus der Wachau, ein Shiraz aus Südafrika und als Abschluss einen öster. Eiswein. So umfangreich und wertvoll die Weinkarte ist, so ist sie in einer Hinsicht optimierungsfähig: ein solches  Durcheinander hab ich selten gesehen. Anstelle klassisch die “Weißen” und die “Roten” nacheinander aufzulisten, gehts kunterbunt nach Ländern, dann nach Regionen, und innerhalb dieser erst nach weiß/rot sortiert. Das überfordert jeden Gast! Ich hatte den Überblick verloren – Memory wollte ich an dem Abend eigentlich nicht spielen. Hier gilt erst recht: die vom Restaurant empfohlene Weinbegleitung hilft.

Übrigens wer Silvester noch nicht weiß wohin: In allen Sälen und Restaurants ist was los, mehr auf der Homepage des Hotels.

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