Identità Golose, der Chefkoch-Kongress von Milano

Am 1. Februar 2011 ging der große Chefkoch-Kongress in Milano zu Ende. Wir erzählen einwenig von Paolo Marchi Affari di Gola, er ist so zusagen der Vater von Identità GOLOSE und hat die Veranstaltung ins Leben gerufen. Wie ist das zustande gekommen, sein Vater wollte das er sportlich wäre und seine Mutter das er schlank wird. Dabei wurde er lieber der Entdecker von feinsten Speisen und Liebhaber der Küchen. Nach einer Zeit als Sportreporter wurde er schließlich Gastro-Reporter und Paolo Marchis Los erfüllte sich.

Engagiert, Unermüdlich und manchmal launisch schreckt er vor Polemiken in seine Berichten nicht zurück, aber er war nicht nur negativ, im Gegenteil er setzt sich stark für die italienische Gastronomie ein. Und nun steht sein Name für “IDENTITÀ GOLOSE”, für einem der ersten italienischen Kongresse. Dies ist auch seit Jahren der Name des italienischen Restaurantführers.


® Trailner 2008 Quelle Identità Golose

Die Veranstaltung hatt eigentlich seine Wurzeln im Journalismus, den seit 1993 schreibt Paolo Marchi die Rubrik „Cibi Divini“ (göttliche Speisen) für das Tagesblatt il Giornale und ein paar Jahre später fing er mit der Rubrik „Affari di gola“ an. Ständig auf der Suche nach Neuem handelt es sich doch immer wieder um neu entdeckte Traditionen bei ihm. Mit anderen Verlagen und Magazinmachern startete er den Kongress. Eines der wichtigsten Voraussetzungen für die Identità Goloseo ist der Dialog zwischen den besten Köchen aller Kontinente, die sich mit Jungköchen austauschen können, Kontakte pflegen und evtl. natürlich auch Geheimnisse gelüftet werden.

Zum Start der Identità Golose war es so das viel über die Gerichte aus der Küche in Kochbüchern, Heften und Magazinen geschrieben wurde, ohne ein Wort über deren “Koch” zu verlieren. Dies hat sich natürlich seit der Gründung geändert. Aber das Ziel, den Koch in den Mittelpunkt der Veranstaltung zu rücken ist geblieben. So ist es, bei gleichen Grundzutaten liegt der Unterschied im Können des Kochs. So kann man den Kongress auch als Talentkongress deklarieren, denn es werden immer wieder junge Köche entdeckt die später groß rauskommen.

Durch aktuelle Dioxin-Skandale oder des immer mehr werdenden Konsum Wahnsinns wird der Begriff “Luxus der Schlichtheit” immer lauter. Die vollgefüllten Tische mit Kaviar oder Foie gras, die unendlichen Weinkarten, molekulare Zauberwerke, Salze vom Himalaya, oder gestreichelte Kühe ziehen sich aus der Küche zurück. Die wohlschmeckende sonnengereifte, im Garten gezüchtete Tomate ist es, die an ein wunderschönes Stück Rinderfilet darf und dort mit der regionalen Kartoffel seinen Platz findet. Das heißt jetzt nicht das uns diese allzu lieb gewonnen Statussymbolde wie der Hummer oder der Thunfisch vom Tisch verschwinden, nein, sie werden an unserem Essen schon teilnehmen. Diese doch so edlen Produkte werden aber nicht mehr den Platz des Status-Symboldes bekommen.

Auf der Identità Golose gab es wieder viele alte/neue Aromen anders dargestellt, interpretiert und die regionalen Spezialitäten wurden von vielen Spitzenköchen neu und innovativ präsentiert. http://www.identitagolose.it/

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