Küchenparty im Moarwirt / Florian Lechner

Die erste Küchenparty im Moarwirt war ein voller Erfolg. Am 21. Februar konnte man sich im tief verschneiten Hechendorf nahe Dietramszell die Küche von Florian Lechner ansehen. Auf der Karte standen 8 Gänge für 55,- Euro, die von der Küchenmannschaft “Saurüsselbande” geschmackvoll arangiert und dem Gast in der Küche persönlich überreicht wurden. Wir waren am Schluss der Meinung es waren gefühlte 25 Gänge. Florian Lechner und sein Team ließen sich ständig über die Schultern schauen, Florian erklärte mit Leidenschaft wie er mit den Produkten umgeht und dass es Ihm um Regionalität und einen nahrungsbewußten Umgang geht.


Mit einem Eisenkrautsirup-Prosecco, selbstgebackenem Sauerteigbrot und Rotebeete/Meerettichpaste starten wir in den Abend. Monika und Aissatou Drame erklärten uns wie die Küchenparty funktioniert und wo wir was bekommen. Als ersten Weiswein wählten wir vom Weingut Österreicher aus Franken einen Weisburgunder, der den Frauengeschmack nicht ganz traf (zu voll) aber eine ausgezeichnete Qualität hatte. Begleitend dazu begann das Küchenspektakel. Wir gingen in den Saal wo schon viele kleine Leckereien auf uns warteten. Frischer Salat mit Lachsstreifen im Glas und überbackene Aubergine in Roastbeafmantel.

Anschließend, Ochsenschwanzravioli, Weisswurstravioli mit einem Stangenselerie, Gemüse und Gnoggi von den Ursprungsrüben (den Karottten, die die Holländer später in eigener Zucht orange gefärbt haben, warum wohl?)

Als zweite Weinbegleitung wählten wir von “Villa Bäder” aus Reinhessen einen Riesling aus. Dazu gab es dann aus der Küche einen leckeren Fisch. Darauf folgend konnte man zwischen zwei Suppen wählen. Zum einen die Kartoffel-Linsensuppe und zum anderen eine Sauerkraut-Sahnesuppe. Beide Suppen hatten eine gute Kombination und haben sich sehr gut mit dem frischen Riesling vertragen.


Wer sich nicht lange mit Fisch und Suppe aufhalten wollte konnte auch gleich zur Ente mit Rösti und Bayrisch Kraut übergehen, oder einen kleinen Abstecher machen, und die Karnevals Bio-Currywurst mit selbst gemachten Pommes versuchen. Zu dieser Kombination haben wir uns eine Besonderheit an Wein bestellt, den “Schwarz Weiß” vom Weingut Johann Scharz “www.thebutcher.at“. Hammermäßig lecker, wir haben aber auch festgestellt, dass man diesen Wein auch alleine ohne Essen trinken sollte, denn er ist sehr voll und anspruchsvoll.
 


Nach einer kleinen Pause unsererseits geht es weiter mit einem “WWW-Schwein” von Hermannsdorfer, dieses Schwein heißt so weil es eine eigene Züchtung ist, grundlegend ist dazu nur zu sagen, dass WWW soviel bedeutet wie “Wülen, Wiese, Würmer”, also so eine Art bayerisches “Kobeschwein”. Wer kein Schwein wollte konnte sich auch ein super zartes Ochsenfilet holen, alternativ gab es ein kräftig aromatisches Ochsenkotelett. Florian Lechner gibt uns zum Fleisch den 16% tigen Yacochuya aus der Rolland Collection (Argentinien).


Nun ist der Abend fast vorbei, aber das Feuerwerk der Nachspeisen wartet schon auf uns. Angefangen mit Eissorbet mit Koriander, gefolgt von Mohnpanacotta, und Crème Brullé danach Schokokücherl. Zum Abschluss noch ein Kaiserschmarrn. 


Wir sind noch lange gesessen und haben das Erlebte und Verdaute Revue passieren lassen und die Küchenparty für ein super tolles Event erklärt.

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