Norwegen und Steiermark wie geht das?

Zwischendrin beginnt eine kleine Reise nach Norwegen, nach ca. 9 Std. Kiel, Fähre und noch einmal 9 Std. Bessaker in Norwegen kann man schon leidenschaftlich fischen. Nach einigen Std. Schlaf wird um ca. 8 Uhr aufgestanden und aufs Meer hinaus gefahren nach ca. 1-2 Stunden fahrt auf dem Boot kommt man nach Randeu eine Stelle an der man Pollack, Seelachs, und Rotbarsch fischen kann. An der Angel ist ein Gewicht von ca. 700g plus Köder, dies zieht ziehmlich nach unten und man hat schon das Gefühl man hat einen Fisch drann obwohl es noch gar nicht so ist. Der Rotbarsch wird in einer Tiefe von 250 Meter gefischt, dies ist auch der Grund warum die Fische nach dem hochziehen aufgeblasene Augen haben (Druckausgleich). Nun sie müssen ja sowieso sterben, da macht das aufgeblasene Auge auch nichts mehr! Ein kurzer Schlag auf den Nacken und alle ist vorbei.

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Bei der Heimfahrt auf dem Boot wird der gefangene Fisch schon ausgenommen und die Innereien über das Boot geworfen, die auch so gleich von den Möven verzehrt werden.

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Der Rest des Fisches wird dann am Land auf einem Tisch filetiert und verschweißt. Danach auf Eis gelegt und nach ca. 4 Tagen gibt es den bei uns zum Essen und hier geht es los, Prosecco Colli Trevigiani (Corda) der Start eines nordischen Gerichtes mit italienischen Einflüssen, einen schönen süßsauer gewürtzen Salat dazu und der Appetit ist angeregt.

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Nun, wir beginnen mit einem so frischen Fisch das es kaum zu beschreiben ist, Ein Pollack auf frischem Gemüse und ein Cordon bleu mit Seelachsfileet. Der Pollack (Pollachius pollachius), auch Kalmück oder Steinköhler, gehört zur Familie der Dorsche, genau so wie der Seelachs auch er gehört zu den Dorschen.

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Die Machart als Cordon bleu ist toll aber schwer zuzubereiten, man muß die Fischfilets quer einschneiden (damit eine Tasche entsteht). Aufklappen und mit Salz, Pfeffer und mit den Saft der Zitrone würzen. Mit je einer Scheibe Schinken und Käse belegen, zuklappen. Die Filets mehlieren, in Ei durchziehen und mit Semmelbrösel panieren. Öl erhitzen, die Butter darin schmelzen und die Fischfilets jeweils beiderseitig 5 Minuten braten.

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Aber nun zum Steirischen, der Wein Morilion Grasnitzberg von Skoff, ergänzt hervorragend den Fisch, er ist nicht zu aufdringlich, hat aber genügende Kraft sich gegenüber dem Pollack durchzusetzen. Weiche Pfirsichtöne und ein kleiner Bariquegehalt bringen einen lockeren Ausgleich zwischen Safransose und einem neuen interessanten Zitronenpfeffer, den ich bei uns noch nicht gefunden habe.

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Als Zwischengang probieren wir die aus dem Garten geerntete Zwetschken und den Edelbrand von Skoff. Die Zwetschken sind zuckersüß und der Edelbrand gibt sein Bestes.

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Zweiter Fischgang Rotbarsch in der Pfanne rausgebraten und zu allerletzt noch ein bischen Knoblauchbutter drüber. wau, das schmeckt.

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Zum Abschluss noch einen den leckeren Walnußlikör von Guggenbichler (www.chiemsee-edelbrand.de), absolut zum probieren, kann man nicht beschreiben, schmeckt einfach wahnsinnig gut. Als Aufputschmittel noch Kaffee und ein lockeren Kokusnusskuchen.

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Ich denke das Wochenende ist hervorragend abgeschlossen, das Wetter war uns bei diesem Nachmittagsmenü komplett egal. Also, auf und Fisch kaufen Euer Thomas!
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7 thoughts on “Norwegen und Steiermark wie geht das?

  1. verry
    28. August 2006 at 22:38

    Also, norwegisches Fisch Cordon-Bleu möchte ich auch mal essen!
    Und Haselnusscreme mit Walnusslikör ist wohl jeden Diätbruch wert!
    Gruß, verry

  2. Ullrike
    28. August 2006 at 22:38

    Schwärm! Da denke ich an den Fisch auf Island 2005, so saugut, dass man hier kaum noch Fisch kaufen möchte. 2007 geht es deshalb wieder hin!
    Gruß Ullrike

  3. 28. August 2006 at 22:38

    Hast Du dir den BLINCKER ABONIERT?

  4. 28. August 2006 at 22:38

    Hallo Ullrike, so geht es mir auch… aber ich denke ich komme noch einmal zu einem super Fischmenü. Und für Florian… Blinker ist nicht schlecht, solltest du auch mal lesen… ha. Grüße Thomas

  5. Erna und Georg
    28. August 2006 at 22:38

    Ohne den Blinker zu lesen, habe ich 33 Kilo Fischfilet mitgebracht. War mein erster Angelurlaub in Norwegen, einfach
    super. Wir haben uns sehr gefreut, daß es unserer Familie so
    gut geschmeckt hat. Thomas höre ich immer noch ….hm..hm..
    hmmm…..(Biolek).
    Grüße an alle die gerne Fisch essen.
    Erna und Georg

  6. Oma Manti
    28. August 2006 at 22:38

    Es war ein ausgezeichnetes, gigantisches, leckeres Essen. Danke nochmals unserem Superfischer und der Superköchin. Un Du Thomas, hast das alles ganz toll und wahrheitsgemäß protokolliert und fotografiert. Wie sagt man so schön, wenns gemundet hat: “Jetzt möcht ich nochmal von vorn anfangen”. Hm…..lecker

  7. Erna und Georg
    29. August 2006 at 22:38

    Hallo Oma Manti,
    die Gefriertruhe ist noch halb voll. Wiederholung kann folgen, wir bitten um einen —-Termin—-.Bis bald
    Erna und Georg

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