Pret á diner – in München

Nur für kurze Zeit wird jetzt ein ganz besonderes Restaurant-Konzept im Münchner Filmcasino am Hofgarten umgesetzt. Es ist ein Projekt des Caterer Kofler & Kompanie, das nach seinem sensationellen Start in Berlin in der ehemaligen Münzfabrik, mit Boot-Shuttle auf der Spree, im Herbst in ein urbanes Baumhaus mitten in Frankfurts City umzog, und – nach einem Abstecher in den Untergrund von London, wo sich beim Pret á diner unter anderem Gäste wie Madonna und Bono von U2 einfanden – jetzt endlich in München angekommen ist.

Die Frage ist, ob es in München den gleichen Erfolg haben wird wie in den anderen Städten? Das Kreisverwaltungsreferat legte den Machern von K & K schon einmal die ersten Steine in den Weg. In anderen Großstädten scheinen die zuständigen Verwaltungsbeamten wagemutiger und innovativer zu denken, als in der gemütlichen bayerischen Metropole. So ist die Location am Hofgarten auch ein bisschen braver ausgefallen als es sich die Erfinder von Pret á diner ursprünglich vorgestellt haben dürften. Es ist eben alles weniger spektakulär als in den anderen Städten, München-Style eben. Die geladenen Gäste der Pop-Up-Party zumindest sahen es gelassen, und labten sich am Champagner wie die Bienen am Honig.

Pop-Up-Restaurant – was ist das eigentlich? Das Konzept basiert auf einfachen, aber wirkungsvollen Säulen. Es werden möglichst populäre Plätze oder Räume gesucht, in der es keine Gastronomie gibt. Dort wird dann für einen kurzen Zeitraum Kunst installiert, ein Gastronomiebereich aufgebaut, und ein Restaurant für maximal sechs Wochen eröffnet. Hier zelebrieren dann berühmte Sterneköche ihre Kunst: Genuss unter dem Motto “Demokratisierung der Sterneküche”. PRET À DINER ist eine gelungene Kombination aus Kunst, Genuss, Nachtleben und kulturellen Highlights. Bühnen dieser Art zu schaffen ist für Kofler & Kompanie nichts Neues. Aber immer wieder vitale Kreativität mit neuen Produkten und besten Köchen zu beweisen, ist die Herausforderung, der sie sich ständig, und mit Vergnügen stellen. Dass dieses Konzept gut ankommt, erkennt man daran, dass es vom renommierten Leaders Club mit der Goldenen Palme als bestes internationales Gastronomiekonzept 2011 ausgezeichnet wurde.

In München wurde das zwischen Hofgarten und Odeonsplatz gelegene alte Filmcasino in eine aufregende Kulisse verwandelt. Für die Gestaltung war die bekannte Designerin Nora von Nordenskjoeld-Zechoval zuständig. Mit dabei ist auch die Neon-Artistin Olivia Steele und der renommierte Münchner Galerist Andreas Binder mit zahlreichen Kunstwerken.

International bekannte Köche werden an folgenden Tagen in München für die kulinarischen Genüsse zuständig sein. Tim Raue aus Berlin, 24 November- 11 Dezember, Juan Amador aus Mannheim, 9 – 17 November, Nuno Mendes aus London, 9 – 23 November und Adam Byatt, 28 November – 11 Dezember.

Tim Raue
Im September 2010 eröffnete er in Berlin-Kreuzberg das Restaurant Tim Raue. 2007 wurde Tim Raue vom Gault-Millau zum „Koch des Jahres“ gewählt und zählt seitdem zu den besten und kreativsten Köchen Deutschlands.

Juan Amador
3 Michelin Sterne seit 2008. Behält 2012, im neuen Restaurant seine 3 Sterne. Juan Amador ist Deutschlands außergewöhnlichster 3-Sterne-Koch und steht für Genuss, Qualität, Kreativität und vor allem Erfolg. Er hat innerhalb von drei Jahren die drei Sterne des renommierten Guide-Michelin erkocht und ist einer der wenigen deutschen Köche mit nennenswerter internationaler Bedeutung.

Nuno Mendes
“The World’s Bravest Chef” – ein gebürtiger Portugiese, der neben vielen weiteren internationalen Stationen auch bei Ferran Adria´s „El Bulli“ Restaurant gelernt hat. 2006 eröffnete er in London das Gastro-Pub Bacchus, welches umgehend Kritikerlob für seine Avantgarde-Küche erhielt  Nuno Mendes hat bereits zahlreiche Preise für seine Arbeit erhalten, u.a.  den Remy Martin VSOP Award als ‘Best-Rated Newcomer’ oder 2010  ‘The Bravery’ Award für seine mutigen Ideen und Food-Kreationen.

Adam Byatt
Chef des Londoner Restaurants Trinity gilt als einer der bekanntesten britischen Köche und als Rising Star und Mitbegründer der British Food Rennaissance.

Ollysan
Oliver Lange alias “Ollysan” – 14 Punkte Gault Millau. Seine Spezialität: Japanisches Sushi. Bei ihm gibt es nicht nur die obligatorischen Nigiri-Sushi, sondern auch ideenreiche Weiterentwicklungen und moderne Interpretationen der japanischen Küche. Er beweist eine tiefe Verbundenheit mit der Region und ihren Kostbarkeiten.

Alle Reservierungen sind ausschließlich online über die Homepage www.pretadiner.com oder bei Facebook möglich.

TN

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