Riad Anayela, Marrakesch

www.anayela.com

Hier kann man abtauchen. Selten war eine Reise so eindrucksvoll wie die Tage, die wir in Marrakesch verbracht haben. Im fremden Umfeld erleben wir eine für uns neue, jedoch im Ursprung sehr alte Kultur. In den engen Gassen einer der ältesten noch intakten Medinas der Welt herrscht ein Gewusel, das einem schwindelig wird. Mopeds knattern durch die teilweise nicht mehr als zwei Meter breiten Gassen. Eselkarren transportieren Handwerkszeug oder das Gepäck der Touristen. Kleinstwagen versuchen es sogar – weit kommen sie nicht, hier kann man sich nur mit dem Auto rein wagen, wenn man auch weiss wie man wieder wo rauskommt. Gerüche von Benzin, Esel und Gewürzen bestimmen die Sinne. Die Chance sich zu verirren ist immens hoch, wir waren froh an den ersten Tagen einen Guide an unserer Seite zu wissen. Dieser führt einen dann in noch kleinere Winkel und Gassen. Dies sind Wege zu den Riads, den Wohnhäusern der Medina. Unverhofft öffnen sich teils unscheinbare teils prachtvolle Türen, die sich von den sonst rot verputzen Fassaden abheben. Diese meist stückweise mit teils kräftiger neuer Farbe überstrichenen Wände bestimmen das äussere Farbbild von Marrakesch.

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Das Riad Anayela liegt versteckt am Rande der Medina. Nach aussen zu den Gassen gibt es keine Fenster. Der Kultur entsprechend zeigen sich die Häuser und Menschen nach aussen bedeckt, aber nach innen offen. Kern aller Riads ist ein nach oben offener Patio, auf den das Miteinander ausgerichtet ist. Sobald man die Türen hinter sich schließt geniesst man die überraschende Ruhe und die Gastfreundschaft der deutschen Besitzer. Mit viel Herzblut haben Bernd Kolb und Yannick Hervy (der Designer) ein arabisches Palazzo geschaffen, das einen in seiner Vollkommenheit gleich in den Bann eines wahr gewordenen marrokanischen Märchens zieht. Hier sei nur kurz auf die Geschichte von der jungen Yela (ana yela – ich bin Yela) verwiesen, die auf dem Dach nach ihrem ersten verbotenen Kuss den Gefühlen des Fliegenden Teppich sehr nah war. Aber dazu mehr auf der Homepage des Anayela.

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Das Anayela hat zwar kein Restaurant im klassischen Sinne, aber gern kommt nach Absprache eine einheimische Köchin und bereitet – dann meist für mehrere Gäste – perfekte regionale Rezepte zu. Gegessen wird dann im liegen auf den breiten Sofas im ersten Stock, am Pool an kleinen Tischen oder auf dem Dach auf dem Fliegenden Teppich. Kulinarsch haben wir drei Highlights der marrokanischen Küche in unser Herz (oder besser Magen) geschlossen: Tagine (ein ewig eingeschmortes Fleisch/Gemüsegericht), Pastille (knusprige mit Hackfleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen) Fruchtige Salate und kleine Dips mit Walnussbutter oder Olivenpaste runden die frische gewürzreiche Küche ab.

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Das berühmteste Grundnahrungsmittel der Berber, das Couscous, wird serviert mit gedämpftem Gemüse sowie zarten Huhn oder Lammfleisch.

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Wir kommen wieder !

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