Salt

Rundfunkplatz 4
80335 München
089 – 89083695
www.saltrestaurant.de

Ein kurzer Name. Zu deutsch: Salz. Ein solcher Name erweckt gleich Gedanken an das, was man mit diesem wunderbaren Naturprodukt so alles zaubern kann. Nun sollte der Gast nicht erwarten, dass alle Speisen hier besonders auf den Namen des Restaurants abzielen. Keine Sorge, so gibt’s auch im Acetaia nicht nur Gerichte mit dem berühmten Essig und auch die Aubergine hatte einst nicht nur ein Gemüse zur Auswahl. 

Vielmehr gibt’s schon den ein oder anderen Hot-Spot mit ähnlichem Namen in NY und Capetown und bei speziellen Cocktails kommt es am Rand des Glases auch zum Einsatz. So hoffen die Macher zum einen auf einen ähnlichen Erfolg in München. Auch die Cocktailkarte und die den unterern Bereich optisch bestimmende Bar machen Lust auf einen Abend, an dem das Auto lieber zuhause bleiben sollte.

Ein optisches Highlight sind die aus dünnen, biegsamen Leuchtstäben bestehenden Designerlampen, die sich andauernd langsam auseinander- und zusammenziehen. Kulinarische Assoziationen an Zwiebel, Kürbisse und Schneebesen sind rein zufällig und vom Hersteller nicht beabsichtigt – aber ich musste in einem solchen Umfeld gleich daran denken ;-)

Som Wild und Daniel Tenschert haben hier mit einem in der Münchener Gastro-Szene etablierten Team ihr erstes eigenes Restaurant eröffnet. Beide sind zahlreichen Gästen schon aus diversen In-Lokalen bekannt. Die Kochbrigade kennt man aus dem Nektar, wo Küchenchef Murri Keljmeni und seine Kollegen bis Ende vergangen Jahres angeheuert hatten. Das Ambiente ist eher nüchtern reduziert, aber die warmen Holztöne der Tische und die kräftigen Farben der Sessel geben eine besondere Note. Ein runder Tisch, nahezu komplett umrahmt mit einer in Edelstahl eingefassten weichen Sitzbank  ist besonders für einen individuellen Abend zu zweit geeignet.

Als Einstieg gibts ein Trio von einer milden afrikanischer Paste, Rosensalz und kaltgepresstem Olivenöl aus Verona. Das ein oder andere Probierstück aus dem breiten Angebot von exklusiven Salzen hätte ich mit gewünscht, aber wie gesagt…siehe oben… 

Für mich stand als Vorspeise eine Milchkalbsleber mit Erdnuss-Topfenknödel und Mango-Rosinenchutney für €10,00 vor mir. Eine ordentliche Portion. Die Leber zart und geschmackvoll. Das drumherum war sehr geschmacksintensiv.  Die kräftige stark reduzierte Sausse, das mild gewürzte Chutney bestimmten das Erlebnis. Hier wäre ein touch weniger mehr gewesen.

Als Hauptspeise gabs Kalbsrücken mit Rote Bete-Ravioli, Parmesanmousse, Limonenjus €17,50 sowie das Entrecote SALT (€17,50), überbacken mit einer Senf/Kapernkruste. Der Kalbsrücken perfekt rosa:

Das Entrecote war butterzart aber ebenfalls garniert mit ähnlich intensiven Beiwerk wie die Leber. 

Da die Speisekarte wöchentlich wechselt werd ich wieder kommen, ansonsten wär mir die Auswahl ein wenig zu klein. Bin gespannt was das sympatische SALT Team demnächst serviert.

Viele Grüße FW

One thought on “Salt

  1. Verena
    27. Juli 2009 at 22:38

    Das ist ja wieder einmal ein richtig neuer Beitrag über ein Münchner Lokal. Ich kann in den Lampen auch einen Schneebesen erkennen. Auf jeden Fall werde ich auch vorbei schauen. Grüße

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