Sehen und gesehen werden in Wien… Vievinum 2010

Zwischen dem 29. Und 31. Mai gastierte die österreichische, so wie die internationale Weinelite in der Wiener Hofburg und sorgte bei den rund 14.300 Besuchern für Begeisterung auf ganzer Linie.

Rund 20 Prozent mehr Weininteressierte folgten dem Ruf des Weines – ein deutliches Zeichen, dass Wein ein wirklich großes Thema im kleinen Weinland Österreich ist. Großes Lob für die Vievinum 2010 gab es gleichermaßen von Ausstellern und Besuchern. Geladen waren 850 internationale Weinjournalisten, Händler, Importeure und Sommeliers in die Wiener Hofburg. 400 österreichische Winzer hatten so die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Geschäftsverbindungen zu festigen.

Die Besucher aus dem In- und Ausland hatten an den 3 Tagen (Neuer Besucherrekord schon am ersten Tag), die Möglichkeit von den ungefähr 5000 Weinen zu kosten und schoben sich durch die großartige Kulisse der Wiener Hofburg. Gegenüber den vergangenen Jahren gibt es diesmal einige Neuerungen. Augenfällig der neue optische Auftritt, die neuen Öffnungszeiten und der neue Ticketverkauf. Frischer und jugendlicher, aber auch zeitgeistiger präsentiert er sich, der neue optische Auftritt der Vievinum. Helles Grün für die Wortbildmarke, aus der sich eine Weinranke erhebt und so den Bezug zum Thema herstellt. Passend dazu die Transitbändchen, der übersichtlich gestaltete Katalog und die Gläser.

Die einzelnen Austria-Weinregionen waren übersichtlich in verschiedenen Sälen untergebracht. Neu dabei waren Südtirol und die Mitte Italiens, dazu kamen noch die Nachbarstaaten wie z.b. Slowenien und Ungarn.

Für viele Weinliebhaber war das Angebot der Vievinum auf den ersten Blick überwältigend umfangreich. Es fiel nicht leicht, Schwerpunkte herauszufiltern oder bevorzugte Weinstilistiken aufzuspüren. Führungen und spezielle Verkostungen brachten Ordnung in die Fülle von Weinangeboten. Eine Vielzahl an lehrreichen Fachvorträgen und reizvollen Degustationen sorgten für zahlreiche Highlights. Besonders hervorzuheben sind sicher die Amphorenweine, die noch ein bisschen experimentell, Anlass zu mancher Diskussion gaben. Gelegenheit sich einen Überblick zu verschaffen, bot sich unter anderem im vielseitigen Rahmenprogramm an. In den Gesprächen der Fachbesucher ging es oft darum, dass Weine, wie auch in Deutschland, viel zu früh getrunken werden. Die Lagerfähigkeit des 09er Jahrgangs, gerade auch beim Weißwein, der sein Potential sicher erst in ein paar Jahren entfalten wird, scheint enorm.

Daneben regierte aber auch ganz in ganz Wien Musik und  Wein. Externe Präsentationen, Parties (die für einige um 6 Uhr morgens endeten) und Get-togethers fanden an vielen unterschiedlichen Locations statt und zahlreiche Gastronomen in Österreich verwöhnen ihre Gäste eine Woche lang mit einem „Vievinum-Menü“. Zusammen mit dem Wiener Stadtfest ein wirklich „gemischter Satz“ mit großartigem Potenzial. Unbedingt verkosten in zwei Jahren, vom 2.-4-Juni im Jahr 2012!

verena di pauli                                                                                  vdp

Unsere Favoritenweine seht ihr auf den Fotos….

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