Vanja Dujc – vom Ingenieur zum Olivenöl-Weltmeister

Der slowenische Ingenieur Vanja Dujc, schon 2 x Olivenöl-Weltmeister in der Kategorie “Extra natives Olivenöl”, ist 1984 ohne jegliche Vorkenntnisse auf die Idee gekommen, Olivenbäume zur Ölgewinnung anzupflanzen, um in dieser unsicheren Wirtschaftslage des damaligen Jugoslaviens noch ein Standbein zu haben. Da er sich mit Oliven überhaupt nicht auskannte, holte er sich einfach irgendwelche Pflanzen bei einer nahe gelegenen Gärtnerei. Die Freude an seinen ersten 600 Bäumchen hielt nicht lange an, bereits im darauf folgenden Winter, der besonders streng war, sind sie ihm alle erfroren. Aber Vanja ist keiner von der Sorte, die schnell aufgibt. Klar, erst war man verzweifelt, doch der Ehrgeiz hatte ihn gepackt und im nächsten Jahr wurde der Hain mit Hilfe eines Kredits neu bepflanzt. Das anfängliche Hobby des Autodidakten wurde mehr und mehr zur Passion, mittlerweile kann er sich stolzer Besitzer von über 1000 Olivenbäumen über der kleinen Stadt Izola nennen und räumte schon weltweit Preise für seine Produkte ab. Er hat sich ganz der Ölgewinnung verschrieben und sein Philosophie ist eindeutig: ”Wir sind nicht zufrieden, wenn das Öl gut oder sehr gut ist, wir sind zufrieden wenn es das beste ist.”

“Olivenflüsterer” Vanja Dujc

18 verschiedene Baumsorten zählt sein Feld. So kann man die einzelnen Geschmacksrichtungen wunderbar kombinieren. Jedes Jahr entwickeln sich die einzelnen Olivensorten wieder anders. Da die Reifezeiten unterschiedlich sind, kann es schon vorkommen, dass die Witterungsverhältnisse das Aroma der einen Frucht begünstigen, anderen dafür aber eine bittere Note verleihen. So ist es immer wieder auf´s Neue eine tolle Herausforderung, die optimale Mischung zu finden. Vanja Dujcs Produktsortiment ist alles andere als langweilig. Er hat Cuveés, die aus bis zu 16 Olivensorten bestehen, dann gibt es welche, die zum Beispiel nur aus Sorten des Slowenische Istriens bestehen und sortenreine Olivenöle hat Vanja natürlich auch.

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Auch Sohn und Schwiegersohn packen mit an, wenn es mal etwas mehr zu tun gibt. 

 

Da gibt es zum Beispiel das aromatische MAURINO, eine Besonderheit, denn diese italienische Sorte findet man in ganz Italien nicht in sortenreiner Form. Der Geschmack nach grüner Banane, grünem Apfel und Wildkräutern harmoniert besonders mit Edelfischen, Risotto oder Nudelgerichten mit Meeresfrüchten, gebratenem weißem Fleisch, warmen Gemüsevorspeisen und älteren Käsesorten.

Das zarte toscanische Sorte LECCINO schmeckt nach gestoßenen Olivenblättern, Paradeisern, Kräutern und Gras –  Vanja empfiehlt es zu gegrilltem Fisch, gebratenen Krebsen und grünem Salat.

BELICA ist das intensivste und robusteste, es schmeckt nach gestoßenen Olivenblättern und eignet sich besonders für Gemüsesuppen, Nudelgerichte, Schweinebraten und Roastbeef.

Am mildesten ist ITRANA, sein Geschmack ist angenehm und üppig, erinnert an reife Äpfel, süße Mandeln, Trockenfrüchte und Vanille. Wunderbar zu jungem Käse, kalten Vorspeisen, Reis, Brot und Salat.

Vanja Dujc bietet auch Zitronen-Olivenöl und Orangen-Olivenöl an. Hierzu werden frische, unbehandelte Zitrusfrüchte mit Schale bei der Pressung hinzugegeben. Neues Öl ist übrigens immer besser als altes Öl, das heißt Olivenöl sollte innerhalb eines Jahres verbraucht werden.

Und hier noch etwas Geheimnisvolles: ZIZULA, eine historische Sorte, heutzutage angeblich nur noch auf alten Gemälden zu sehen – ob Vanja wirklich solche Bäume auf seinem Hain entdeckt hat? Diese Flasche gibt uns Rätsel auf…
www.vanjadujc.net

Eine Traumlage – bei schönem Wetter sieht man vom idyllischen Olivenhain aus bis nach Triest.

Interessiert an weiteren außergewöhnlichen Produkten aus dem Slowenischen Istrien? Dann hätten wir für SIe noch die Barschfarm FONDA!

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