Zum Schwarzen Kameel (Wien)

ZUM SCHWARZEN KAMEEL
Bognergasse 5
A-1010 WIEN
www.kameel.at

Auf liebenswürdige Art und Weise wienerisch wird man hier empfangen. An der Einfahrt zu Wien die ersten Hundertwasser Häuschen Skulpturen das Schloss, Schönau Haitzinger und der Naschmarkt. Wien ist wie ein Spiegel von München Barroke Hausfasaden und anstatt die Isar in München läuft die Donau durch die Stadt. Parkplätze gibt es genau so wenig in Wien wie in München und die Parkzonen sind für einen Ausländer nicht nachvollziehbar. Die Wiener grantelnden, schimpfen sind charmant, singen sind lässig, geschäftlich, offen für neues, der Taxifahrer oder Fiaker politisiert die Geschäftsfrau spircht englisch, multi-kulti eben.

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Genau so gemischt ist die Küche, Mehlspeisen aus Tschechien, Strudel und Palatschinken aus Ungarn und der Türkei oder Szegediner Gulasch. Nach ca 4 Std. Fahrt gehe ich ins “Schwarze Kameel” zum Essen.

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Es kommen Leute aus Politik, Wirtschaft und Kultur, Geschäftswelt (da daneben Banken angesiedelt sind), Leute die beim Bummeln vorbeischauen oder auch Touristen. Ich bin genau zur Mittagszeit da und genieße die Vielseitigkeit der Genüsse, es ist eine Bar, ein Kaffeehaus, ein Delikatessenladen und ein Restaurant, alles in einem.

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In den Vitrinen sehe ich die leckeren Sandwich´s für die sie hier bekannt sind, immer frisch und beste Ware trotzdem möchte ich im Restaurant essen. Ich werde von den Obern in einen schönen Raum an meinen Platz geführt. Beginnen wir mit einen Muskateller von Niegl dazu ein Blätterteigröllchen mit Lachsschaum und Kaviar.

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Christian Domschitz kocht hier mit Leidenschaft eine feine leicht Küche mit einem zarten Schwerpunkt auf Fisch. Lecker leicht “im Hintergrund höre ich die Gespräche der Wiener Gesellschaft” geht es nun mit einer ausgezeichneten Mischung weiter mit Sulz Roastbeaf, Salat Tatar und Tafelspitz, das Ganze mit Wasabi und Kürbiskernöl dekoriert. Eine Perfekte Mischung und für mich auch neu. Der Tafelspitz war so fein, er ist mir auf der Zunge dahingeschmolzen.

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Nach einer kleinen Pause und einen Sauvignon blanc von Gross in der Steiermark geht es ebenso lecker und locker nach Wienerart weiter mit Brathenderl auf Gemüse.

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Als Nachspeise Millirahmstrudl natürlich mit einem kleinen Eis und Zuckerwatte.

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Und wie soll es auch anders sein, ich mache schon beim bestellen vom “Espresso” ein Fehler, dass heisst hier nicht Espresso sondern “Langer Schwarzer”. Nun mein Langer Schwarzer kommt und mich laust das Kameel…. Sogar in den ausgetrunkenen Tassen ist das Brand zum Schwarzen Kameel zu sehen … super gemacht Jungs. :)

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Danach bezahle ich und gehe noch zu Herrn Christian Domschitz, der Chef de Cuisine begrüßt mich und lädt mich sofort in die offene Küche ein. Offen desshalb denn man kann von der Straße in die Küche sehen und dem Koch über die Schulter schauen. Heute durfte ich den Spieß umdrehen und von drinnen nach aussen schauen.

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Chef de Cuisine Christian Domschitz erzählt uns von seinem Werdegang vom Mörwald “Ambassador” sich einen Stern und Haube mit Facettenreichtum erkochte. Seine neuen Kreationen Traditionelles mit anderen Geschmäckern zu bestücken, und so kam er auch auf die Idee ein Hummer Szegediner zu machen das er uns auch sogleich probieren lässt. Hmmm da sag ich nichts mehr…. Super Idee und auf jeden Fall müßt Ihr das probieren.

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Auf diesem Weg möchte ich mich beim Starkoch bedanken und wir schauen auf jeden Fall wieder vorbei. Leider konnte ich mich dann nicht mehr um die anderen leckeren Dinge im Schwarzen Kameel kümmern aber die Familie Friese sorgt nun in zweiter Generation um beste Auswahl mit Kontinuität und unwiderstehliche Vielfalt in dieser Wiener Institution.

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Die Spezialität des Hauses – der saftige Beinschinken mit dem frisch gerissenen Kren – ist legendär und unbedingt zu probieren. Dies ist ein Stück Familiengeschichte und natürlich mit einem Geheimrezept, dazu passt eine Vielzahl von Weinen, vom Grünen Veltliner, Riesling bis zum Rotwein.

Wien die erste Schöne Grüße Thomas

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